SEO & GEO

Was sind strukturierte Daten?

Auch genannt:
Structured Data, Schema-Markup
Websites, SEO & GEO
Veröffentlicht am
2026-11-04
Aktualisiert am
2026-11-04
Fachlich geprüft von
Mit KI-Unterstützung erstellt
Kurz erklärt

Strukturierte Daten sind ein standardisiertes Format, mit dem eine Website Informationen über eine Seite angibt und ihren Inhalt einordnet, etwa als Rezept, Produkt oder Veranstaltung. Google nutzt diese Angaben zum Verständnis von Seiten und kann daraus erweiterte Suchergebnisse erzeugen.

Strukturierte Daten sind zusätzliche Angaben im Quellcode einer Seite, die beschreiben, worum es auf der Seite geht. Google bezeichnet sie als standardisiertes Format, um Informationen über eine Seite bereitzustellen und ihren Inhalt einzuordnen. Auf einer Rezeptseite lassen sich zum Beispiel die Zutaten, die Garzeit, die Temperatur und die Kalorien kennzeichnen. Google nutzt strukturierte Daten, die es im Web findet, um den Inhalt von Seiten zu verstehen. Die Suchmaschine erhält damit ausdrückliche Hinweise auf die Bedeutung einer Seite.

Welche Formate gibt es für strukturierte Daten?

Google unterstützt drei Formate für strukturierte Daten: JSON-LD, Microdata und RDFa. Die meisten strukturierten Daten verwenden dabei das Vokabular von schema.org, eine gemeinsame Sammlung von Begriffen für Typen und Eigenschaften.

  • JSON-LD: eine JavaScript-Schreibweise in einem eigenen Skript-Element im Kopf- oder Hauptteil der Seite. Das Markup ist nicht mit dem sichtbaren Text verwoben. Google empfiehlt dieses Format, wenn der Aufbau der Website es zulässt.
  • Microdata: eine offene HTML-Spezifikation, mit der strukturierte Daten direkt in den HTML-Inhalt der Seite eingebettet werden.
  • RDFa: eine Erweiterung von HTML5, die über zusätzliche HTML-Attribute verknüpfte Daten (Linked Data) unterstützt.

Welche Arten von strukturierten Daten gibt es?

Die Arten strukturierter Daten entsprechen den Typen im Vokabular von schema.org, zum Beispiel für Produkte, Veranstaltungen oder Organisationen. Schema.org ist eine Gemeinschaftsinitiative, die diese Typen entwickelt und pflegt; gegründet haben sie Google, Microsoft, Yahoo und Yandex. Das Vokabular umfasst 826 Typen und 1.540 Eigenschaften (Version 30.1 vom 16. September 2026). Google empfiehlt, jeweils den genauesten passenden Typ und die genauesten Eigenschaften zu wählen.

Für erweiterte Darstellungen in der Google-Suche unterstützt Google nur einen Teil dieser Typen. Die Übersicht von Google nennt unter anderem Artikel, Breadcrumbs (die Pfadnavigation einer Seite), Veranstaltungen, lokale Unternehmen, Organisationen, Produkte, Rezepte, Bewertungs-Snippets, Stellenanzeigen und Videos (Stand: Oktober 2026). Diese Liste ändert sich: Die Darstellung für Anleitungen (HowTo) zeigt Google nicht mehr an, die Darstellung für häufige Fragen (FAQ) seit Mai 2026 ebenfalls nicht mehr.

Was bewirken strukturierte Daten in der Google-Suche?

Strukturierte Daten helfen Google, den Inhalt einer Seite zu verstehen, und können Rich Results ermöglichen, also erweiterte Darstellungen in den Suchergebnissen. Für jede Darstellung legt Google erforderliche und empfohlene Eigenschaften fest. Je mehr empfohlene Eigenschaften eine Seite angibt, desto hochwertiger ist das Ergebnis laut Google für die Nutzer.

Eine Garantie gibt es nicht. Google sichert nicht zu, dass strukturierte Daten in den Suchergebnissen erscheinen, auch wenn das Markup den Test besteht. Für zeitgebundene Inhalte, die nicht mehr aktuell sind, zeigt Google kein Rich Result. Um die Wirkung zu messen, empfiehlt Google einen Vorher-nachher-Vergleich an einigen Seiten. Die Ergebnisse sollen danach einige Monate lang im Leistungsbericht der Google Search Console, dem Werkzeug von Google für Website-Betreiber, festgehalten werden.

Für die KI-Funktionen der Google-Suche, also AI Overviews und den KI-Modus, sind strukturierte Daten laut Google nicht erforderlich (Stand der Google-Dokumentation: Juli 2026). Ein spezielles schema.org-Markup dafür gibt es nicht. Google rät aber, sie als Teil der Suchmaschinenoptimierung weiter zu nutzen, weil sie für Rich Results berechtigen können. Zu den Grundlagen zählt Google außerdem, dass strukturierte Daten zum sichtbaren Text der Seite passen.

Wie setzt man strukturierte Daten auf einer Website um?

Für die Umsetzung wählt man den passenden schema.org-Typ, gibt alle erforderlichen Eigenschaften an und bindet das Markup auf genau der Seite ein, die es beschreibt. Bilder, auf die das Markup verweist, müssen für Google abrufbar und indexierbar sein. Schon während der Entwicklung sollte das Markup laut Google im Rich Results Test geprüft werden.

In Webflow, einem Baukasten für Websites, gibt es in den Seiteneinstellungen einen eigenen Bereich für Schema-Markup. Was dort steht, erscheint im Kopfbereich der veröffentlichten Seite. Auf Vorlageseiten des CMS, also des Redaktionssystems, lassen sich Felder der jeweiligen Sammlung einbinden. So erhält jede Eintragsseite eigene strukturierte Daten.

Wie prüft man strukturierte Daten?

Strukturierte Daten prüft man vor der Veröffentlichung mit dem Rich Results Test von Google und danach mit den Berichten der Search Console. Der Test findet laut Google die meisten technischen Fehler, aber nicht alle. Webflow nennt zusätzlich den Schema Markup Validator, der das Markup auf Fehler untersucht. Nach der Veröffentlichung zeigt die URL-Prüfung in der Search Console, ob Google die strukturierten Daten auf einer Seite gefunden hat.

Die Statusberichte zu Rich Results verfolgen den Zustand über viele Seiten hinweg. Ein Element gilt dort als ungültig, wenn mindestens ein kritisches Problem es von Rich Results ausschließt. Nicht kritische Probleme führt der Bericht getrennt als Hinweise zur Verbesserung der Darstellung. Korrigiert wird im Quellcode der Website, danach lässt sich im Bericht eine Validierung starten.

Welche Fehler sollte man bei strukturierten Daten vermeiden?

Vermeiden sollte man vor allem Markup für unsichtbare oder irreführende Inhalte, fehlende Pflichtangaben und Syntaxfehler. Google beschreibt diese Fehler in seinen Richtlinien und in den Berichten der Search Console:

  • Unsichtbare Inhalte auszeichnen: Google untersagt Markup für Inhalte, die Besucher auf der Seite nicht sehen, auch wenn die Angaben stimmen.
  • Irreführendes Markup: Strukturierte Daten müssen den Inhalt der Seite wahrheitsgemäß wiedergeben. Bei Verstößen kann Google eine manuelle Maßnahme verhängen. Die Seite verliert dann die Berechtigung für Rich Results, ihr Ranking in der Websuche bleibt davon laut Google unberührt.
  • Fehlende erforderliche Eigenschaften: Ein Element ohne alle erforderlichen Eigenschaften kommt für Rich Results nicht infrage.
  • Syntaxfehler: Fehlt etwa ein Doppelpunkt zwischen Feld und Wert, kann Google das Markup nicht auslesen und den gemeinten Typ nicht bestimmen. Solche Fälle listet der Search-Console-Bericht zu nicht parsbaren strukturierten Daten.
  • Gesperrte Seiten: Seiten mit strukturierten Daten dürfen nicht über die robots.txt, die Steuerdatei für Crawler, für den Googlebot gesperrt sein.
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Typisches Anwendungsbeispiel

So könnte das aussehen: Ein Elektrobetrieb nennt auf seiner Website Firmenname, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten. Um Google diese Angaben ausdrücklich als Unternehmensdaten mitzuteilen, würde das Team in den Seiteneinstellungen der Startseite einen JSON-LD-Block mit dem schema.org-Typ für lokale Unternehmen hinterlegen. Jede Angabe im Markup entspräche genau dem, was Besucher auf der Seite lesen, etwa den Öffnungszeiten im Fußbereich.

Nach der Veröffentlichung würde das Team die Startseite im Rich Results Test prüfen und gemeldete Fehler beheben, zum Beispiel eine fehlende erforderliche Eigenschaft. Mit der URL-Prüfung in der Search Console ließe sich danach kontrollieren, ob Google die strukturierten Daten gefunden hat. Das Ergebnis wäre ein überprüfbarer Arbeitsstand: Der Test meldet keine Fehler, und die Angaben im Markup stimmen mit der Seite überein. Ob ein erweitertes Suchergebnis erscheint, entscheidet Google.

Was unterscheidet strukturierte Daten von Rich Results?

Strukturierte Daten sind die Angaben im Quellcode einer Seite. Rich Results sind die erweiterten Darstellungen, die Google daraus in den Suchergebnissen erzeugen kann. Die strukturierten Daten sind die Voraussetzung, das Rich Result ist ein mögliches Ergebnis, über das Google entscheidet.

  • Wer erstellt sie? Strukturierte Daten legt der Website-Betreiber an, Rich Results zeigt Google an.
  • Lässt sich ein hervorgehobenes Snippet mit strukturierten Daten erzwingen? Nein. Hervorgehobene Snippets (Featured Snippets) sind laut Google besondere Felder, in denen die übliche Form eines Suchergebnisses umgekehrt ist. Eine Seite dafür kennzeichnen kann man laut Google nicht; ob sie sich eignet, entscheiden die Systeme von Google.
  • Wie hängt schema.org damit zusammen? Schema.org liefert das Vokabular, mit dem strukturierte Daten einen Inhalt beschreiben.

Häufige Fragen

Sind strukturierte Daten für Suchmaschinen dasselbe wie strukturierte Daten in Datenbanken?

Nein. Außerhalb der Suchmaschinenoptimierung bezeichnet der Begriff allgemein Daten in einem festen Schema, etwa die Spalten und Zeilen einer Datenbanktabelle. In der Suchmaschinenoptimierung meint er das Markup im Quellcode einer Seite, das ihren Inhalt für Suchmaschinen beschreibt.

Kann eine Seite mehrere Arten strukturierter Daten enthalten?

Ja. Google beschreibt zwei Wege: Mehrere eigenständige Elemente stehen nebeneinander auf einer Seite, oder weitere Elemente werden einem Hauptelement untergeordnet. Jedes Element muss dabei den Inhalt der Seite wiedergeben.

Welche strukturierten Daten passen zu einer Unternehmenswebsite?

Für Angaben zum Unternehmen selbst nennt die Übersicht von Google Markup für Organisationen und für lokale Unternehmen, für Beiträge im Blog Markup für Artikel. Welcher Typ passt, hängt vom Inhalt der jeweiligen Seite ab, denn das Markup muss genau diesen Inhalt beschreiben.

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